Was macht ein*e Einzelhandelskauffrau*mann?

Wer im Einzelhandel arbeitet, ist in einem typischen Dienstleistungsberuf tätig. Hauptziel von Einzelhandelskaufleuten ist der Verkauf von Produkten an Kund*innen in Einzelhandelsbetrieben.

Was macht ein*e Einzelhandelskauffrau*mann?

Berufsbild Einzelhandelskauffrau*mann

Soziale Kompetenz, Freude an der Kommunikation mit Menschen und Erfolgshunger zählen zu den wichtigsten persönlichen Voraussetzungen zur erfolgreichen Ausübung dieses Berufs. Einzelhandelskaufmänner und -frauen benötigen gute Kenntnisse der Produkte ihrer Branche und auch das pädagogische Geschick, um diese ihren Kund*innen zu erklären. Geduld ist absolut notwendig, um auf deren Fragen einzugehen und durch eigene Fragen unklare Sachverhalte zu klären.

Auch mathematisches Grundverständnis muss man mitbringen. Durch die in vielen Betrieben übliche Arbeit im Team, ist es des weiteren nötig, sich in Gruppen einzufügen, sowie sich mit den Kolleg*innen auszutauschen und zu koordinieren.


Die Aufgaben von Einzelhandelskaufleuten

  • Produkt-Verkauf an Kund*innen
  • Bedarfserhebung und Beratung der Kund*innen
  • Warenwirtschaft und Lagerhaltung der Waren
  • Verhandeln mit und Überzeugen der Kund*innen (von den eigenen Produkten)
  • Verkaufsraumgestaltung
  • Bearbeiten und Koordinieren von Reklamationen
  • Tätigkeiten an der Kasse, allen voran Kassieren, Stornieren und Legen von Rechnungen
  • Mitbringen von rechtlichen Kenntnissen zu Verkaufsverträgen sowie Garantie- und Gewährleistungsbestimmungen

Die Ausbildung, Berufsaussichten und Karrierechancen

In Österreich ist Einzelhandelskaufmann / Einzelhandelskauffrau ein 3-jähriger Lehrberuf, der mit einer Lehrabschlussprüfung abschließt. Neben dem allgemeinen Teil der Lehrausbildung gibt es auch noch einen speziellen. In welcher der 15 Spezialisierungen die Lehrlinge zusätzlich ausgebildet werden, hängt von der Branche ab, in der ihr Betrieb tätig ist.

Nach Abschluss der Ausbildung gibt es zuerst innerbetriebliche Aufstiegsmöglichkeiten als Abteilungsleiter*in oder Filialleiter*in. Auch weitere Optionen existieren, vor allem der Wechsel in den Einkauf ist ein gängiger Entwicklungspfad. Darüber hinaus ist es sogar möglich, bis in die Geschäftsführung aufzusteigen oder sich als Kaufmann / Kauffrau selbständig zu machen.

Die Berufsaussichten im Facheinzelhandel sind weiterhin gut. Gerade in Supermärkten werden allerdings nicht nur angelernte Arbeitskräfte eingesetzt, sondern es werden im Zuge der Digitalisierung auch immer mehr Tätigkeiten automatisiert. Generell gibt es einen starken Trend im Handel weg von analog hin zu digital. Auch im Fachhandel kann man davon ausgehen, dass zukünftig mehr Beratung und Verkauf im Internet angeboten wird. Deshalb ist es sehr empfehlenswert, wenn Lehrlinge auch den Zusatz-Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ in ihrer Ausbildung absolvieren.


Das Gehalt von Einzelhandelskaufleuten

Das Durchschnittseinkommen von Einzelhandelskaufleuten in Österreich liegt zwischen € 1.960,- und € 2.260,- brutto pro Monat, das kollektivvertragliche Einstiegsgehalt zwischen € 1.640,- und € 1.740,-. In zahlreichen Handelsunternehmen gibt es Gehalt nicht in Form einer monatlichen Pauschale, sondern als Kombination aus einem Fixum mit Prämien beziehungsweise Provisionen. Betriebe nutzen diese Variante gerne, um ihre Mitarbeiter dazu zu animieren, mehr zu verkaufen.

 

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