Arbeitsmotivation ermöglicht Karriere

Es ist früh am Morgen und ein Weckruf lässt uns in den üblichen Arbeitsalltag starten. Wie würdest du deine allgemeine Arbeitsmotivation beschreiben? Gehörst du zu denen, die aus rein finanziellen Gründen eine Motivation für die Arbeit verspüren oder ist deine Bereitschaft auch außerhalb der Arbeitszeit für neue Projekte und Innovationen gegeben? Eines ist sicher. Die Mehrheit an Arbeitnehmer*innen sprechen (leider) von einer mangelnden Energie. Auf welche Ursachen ist dieses Verhalten zurückzuführen? Bevor wir diese Frage beantworten, versuchen wir zu Beginn erst einmal deine Motivation mit Hilfe der Bedürfnispyramide von Maslow einzuordnen. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß beim Lesen.

Arbeitsmotivation ermöglicht Karriere

Mögliche Gründe für mangelnde Arbeitsmotivation

Oftmals sind monotone Arbeitsabläufe, Über- oder Unterforderung, ein schlechtes Arbeitsklima oder fehlende Anerkennung im sozial beruflichen Umfeld Gründe für Unzufriedenheit im Job. Das Bündel an Zufriedenheit und Motivation kann als ein untrennbares Paar angesehen werden. Sinkt die Zufriedenheit, so ist auch die Motivation im Keller. Steigt die Zufriedenheit, so legen wir auch eine höhere Motivation an den Tag, woraus selbstverständlich eine bessere Leistung resultiert. Und wen wird deine Leistungsmotivation schließlich freuen? Richtig, dein Arbeitgeber, der dich früher oder später mit Anerkennung und womöglich Karrierechancen (Weiterbildungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen, Kompetenzerweiterungen, etc.) belohnen wird. Sollte dies nicht eintreten, so besitzt du sicherlich genügend Argumente, um das Gespräch deinerseits anzutreten - nur Mut! Aber bleiben wir heute beim Ursprung und setzen deine gegebene Arbeitsmotivation in die Bedürfnispyramide von Maslow, um anschließend die grundlegende Energie für die Ausübung deines Jobs zu erhöhen oder wiederherzustellen.

Legen wir los: Woher kommt die Arbeitsmotivation wirklich und was macht sie aus?


Die Maslowsche Bedürfnispyramide

Ein Erklärungsansatz für den Ursprung unserer Arbeitsmotivation kann in Maslows Bedürfnispyramide gefunden werden. Abraham Maslow war einer der bedeutendsten Psychologen des 20. Jahrhunderts. Der Amerikaner stellte eine Theorie vor, die erklären sollte, warum sich Menschen verhalten, wie sie es tun. Also, was sie zu ihrem jeweiligen Verhalten motiviert. Dafür nutzte er das Bild einer Pyramide, die er in verschiedene Schichten einteilte. Je tiefer sich die Schicht innerhalb der Pyramide befindet, desto dringlicher sind die dort aufgeführten Bedürfnisse für das Individuum. Das bedeutet, dass wir zunächst die tiefergelegenen Bedürfnisse befriedigen müssen, erst dann erwachen in uns die Bedürfnisse der nächsten Stufe.

Bedürfnispyramide von Maslow

Grafik: Eigene Darstellung

  1. Selbstverwirklichung
  2. Bedürfnisse nach Anerkennung und Wertschätzung
  3. Soziale Bedürfnisse
  4. Sicherheitsbedürfnisse
  5. Grund- oder Existenzbedürfnisse

So zählen zu den untersten Grund- oder Existenzbedürfnissen zum Beispiel ein Grundstock an Nahrungsmitteln und Wasser, ausreichend Schlaf und körperliches Wohlbefinden. Ist dies gewährleistet, wird die nächste Ebene aktiv und in uns reift der Wunsch nach Sicherheit. Hier geht es sowohl um die körperliche Sicherheit als auch um eine existenzielle Grundsicherung, wie eine Wohnung oder ein Haus. Auf der nächsten Stufe werden die sozialen Bedürfnisse aktuell, das heißt wir sehnen uns nach sozialer Zugehörigkeit und Kontakt mit anderen Personen. Wenn für ausreichenden sozialen Austausch gesorgt ist, folgen die Ich-Bedürfnisse. Wir möchten von Anderen anerkannt und wertgeschätzt werden. Sind all die unteren Bedürfniskategorien, die sogenannten Defizitbedürfnisse, weitestgehend erfüllt, kommt es zur Selbstverwirklichung. Auf dieser Stufe erwacht im Individuum der Wunsch, die eigenen Potenziale voll auszuschöpfen und sich selbst bestmöglich zu entfalten.


Motiviert für die Arbeit durch die Bedürfnispyramide

Was denkst du, in welche Bedürfniskategorie fällt unsere Jobsuche?

Diese Bedürfnishierarchie kann man auch zu Erklärung der Arbeitsmotivation heranziehen. Der Hauptgrund, weshalb wir uns einen Job suchen, ist demnach zunächst einmal das Stillen unserer Grund- und Existenzbedürfnisse. Dies bedeutet, wir arbeiten, um ausreichend Geld zum Überleben zu verdienen. Ist dies geschafft, erwachen in uns neue Bedürfnisse nach Sicherheit. Es gibt also neue Wünsche, die uns dazu motivieren noch mehr zu arbeiten. In diesem Fall könnte es zum Beispiel sein, dass wir uns eine schöne Wohnung leisten möchten oder durch vermehrtes Arbeiten sicherstellen wollen, dass unser Arbeitsplatz sicher ist und wir nicht durch jemand Anderen ersetzt werden. Wenn für unsere ausreichende Sicherheit gesorgt wurde, treten die sozialen Bedürfnisse in Kraft. Hier steht – wie der Name schon sagt – die soziale Komponente im Vordergrund. Wir arbeiten, weil uns unser Job die Möglichkeit bietet, regelmäßig unter Leute zu kommen, sich auszutauschen und in Kontakt zu stehen. Würde man ganz alleine arbeiten, ohne jeglichen Kontakt zu Arbeitskolleg*innen, wäre man wohl weniger motiviert, die geforderte Leistung zu erbringen.

Als nächstes werden die Ich-Bedürfnisse aktiv. Hierbei möchten wir Anerkennung und Wertschätzung unserer Selbst erfahren. Wir strengen uns also an und arbeiten, um Anerkennungen innerhalb des Jobs zu bekommen, zum Beispiel in Form von Lob durch den Chef oder sogar durch eine Beförderung. Sind all diese Defizitbedürfnisse ausreichend erfüllt, erwachen in uns unsere Wachstumsbedürfnisse in Form des Wunsches nach Selbstverwirklichung. Auf dieser Stufe sehen wir unsere Arbeit als eine Möglichkeit unsere Potenziale voll auszuschöpfen und haben somit die höchste Ebene der Motivation erreicht.

Die Bedürfnispyramide – Eine von vielen?

Wichtig hierbei ist es zu betonen, dass die Maslowsche Bedürfnishierarchie nur eine Möglichkeit ist, die Motivation hinter unserem Verhalten zu erklären. Neben dieser gibt es aber noch unzählige andere Motivationstheorien in der Psychologie, die andere Ansichten und Sichtweisen vertreten. Demnach ist die hier dargestellte Theorie nur eine Weise, wie man die Entstehung von Arbeitsmotivation erklären kann und hat keinen allgemeingültigen Charakter.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Wie erklärst du dir deine Motivation zu arbeiten? Was treibt dich an, mehr zu geben als unbedingt nötig wäre? Deine Antwort auf diese Frage hilft dir vielleicht im nächsten Bewerbungsgespräch.

Deine Arbeitsmotivation in die Bedürfnispyramide ein zu kategorisieren ist eine Möglichkeit von vielen, schlussendlich ist es aber ausschlaggebend, ob du dein Beruf gerne ausübst, oder ob du morgens lieber wieder unter die Decke kriechen würdest. Es gibt eine Fausregel: Überwiegen bei der Bewertung deiner Arbeit die negativen Aspekte, die Unzufriedenheit hervorrufen, dann sollten wir uns auf die Suche nach einer neuen, beruflichen Herausforderung machen. Sollte das Ungleichgewicht bei dir zutreffen, dann klicke dich doch einmal durch unsere aktuellen Stellenangebote und versuche dein Glück. Vielleicht versteckt sich ja dein neuer Traumjob, der vielleicht eine höhere Stufe in deiner Bedürfnispyramide abdeckt. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg im weiteren Berufsleben und hoffen, dir beim Aufbau deiner Arbeitsmotivation ein Stück weit geholfen zu haben.

Dein Team von tirolerjobs.at

Weitere News