Was muss ich über meinen zukünftigen Arbeitgeber wissen?

Es ist kein Geheimnis: Eine gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ist oft der Schlüssel zum Traumjob. Viele Arbeitsuchende scheitern trotz guter Qualifikation an dieser Hürde, weil sie sich nicht ausreichend mit ihrem Zielunternehmen auseinandersetzen. Um diese Enttäuschung zu vermeiden und deine Zeit nicht zu vergeuden, haben wir für dich ein paar Tipps gesammelt, wie du sattelfest ins Job-Interview startest.

Was muss ich über meinen zukünftigen Arbeitgeber wissen?

Klassische Bewerbungsfrage: Was wissen Sie über uns?

Die meisten von uns werden es schon einmal erlebt haben: Das Bewerbungsgespräch läuft gut, aber dann stellt der oder die Recruiter*in eine Frage, die dich aus dem Konzept bringt. Die guten Antworten fallen dir dann erst zu Hause unter der Dusche ein - wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Recruiter*innen sind darin geübt, dich auf die Probe zu stellen und herauszufinden, ob du dich ernsthaft für den Job interessierst. Neben Klassikern wie

Um auf diese Frage vorbereitet zu sein, hilft es dir, dich an folgende Schritte zu halten:


Tipps zur optimalen Vorbereitung auf die "Klassiker"-Bewerbungsfrage

#1: Basiswissen: Lerne Daten und Zahlen!

Zunächst solltest du dich über einige grundlegende Fakten zum Betrieb erkundigen. Du solltest folgende Fragen beantworten können:

  • Seit wann existiert das Unternehmen? 
  • Wie viele Mitarbeiter*innen arbeiten in dem Betrieb?
  • Wie ist die Geschäftsführung aufgebaut? 
  • In welchen Ländern ist die Firma tätig?
  • Welche Erfolge konnte das Unternehmen in den letzten Jahren verbuchen und welche Meilensteine wurden bereits erreicht? 

Natürlich ist es kein Ausschlusskriterium, wenn dir eine dieser Zahlen entfällt. Dennoch signalisierst du deinem Gegenüber mit diesem Wissen, dass du dich im Vorfeld gut über den Betrieb informiert hast. Besonders, wenn du dem oder der Geschäftsführer*in persönlich gegenüber sitzt, wird er oder sie sich davon geschmeichelt fühlen

Darüber hinaus solltest du wissen, was das Unternehmen seinen Kund*innen überhaupt bietet: 

  • Welche Produkte oder Dienstleistungen werden verkauft oder angeboten?
  • Wie sieht die Konkurrenz aus? 
  • Welche Zielgruppe wird bedient? 
  • Wie wirtschaftet das Unternehmen zurzeit?

Setze dich am besten mit der Homepage, dem Wiki-Eintrag oder verschiedenen Werbekampagnen deines Wunschbetriebs auseinander. Oft reichen ein paar Mausklicks aus, um diese grundlegenden Fragen zu beantworten und bei Recruiter:innen Eindruck zu schinden. 

#2: Philosophie: Wofür steht das Unternehmen?

An dieser Stelle wird es ein bisschen schwieriger: Du musst herausfinden, wie der Betrieb, in dem du dich bewirbst, wirklich tickt

  • Welch Werte vertritt das Unternehmen?
  • Welchen Stellenwert hat wirtschaftlicher Erfolg oder Nachhaltigkeit für das Unternehmen? 
  • Wie flach bzw. steil sind die Hierarchien? 
  • Wie will sich das Unternehmen nach außen präsentieren, welches Image will es vertreten? 
  • Wie ticken seine Mitarbeiter:innen? 

Auf Karriereportalen oder Jobforen kannst du oft auch Rezensionen und Erfahrungsberichte von ehemaligen Arbeitnehmer*innen zu dem Unternehmen finden. Dadurch erhältst du außerdem die wertvolle Information über Arbeitsklima, Entscheidungswege, Führungsqualitäten und Co..

Zum Blogbeitrag AUF STEIRERJOBS.AT

Der Einfluss eines guten Arbeitsklimas

Wenn du ganz sorgfältig sein willst, findest du vielleicht auch Freund*innen oder Bekannte, die schon einmal dort gearbeitet haben und dir Auskunft geben können.

#3: Wer ist dein Gegenüber?

Es hilft nicht nur, das Unternehmen und seine Strukturen zu kennen, sondern auch die Person, die am anderen Ende des Tisches sitzt.

Gerade in kleineren Unternehmen ist es nämlich oft dieselbe Person, die auch darüber entscheidet, ob du eingestellt wirst oder nicht. Auch in diesem Fall kannst du dich auf Karriereportalen wie Xing oder LinkedIn informieren. Es ist allerdings nicht immer leicht herauszufinden, wer das Vorstellungsgespräch mit dir führen wird. Viele Arbeitnehmer*innen geben jedoch bei der Stellenanzeige bereits an, an wen du dich mit Motivationsschreiben und Lebenslauf wenden kannst.

Dieser Kontakt kann (aber muss nicht) die Person sein, mit der du im Endeffekt redest.

#3: Was willst du über das Unternehmen wissen?

Wie so oft im Leben heißt es auch beim Bewerbungsgespräch: Fragen kostet nichts!

Du kannst das Vorstellungsgespräch dazu nutzen, von dem oder der Personaler*in mehr über deinen zukünftigen Job zu erfahren:

  • Welche Benefits werden dir geboten? 
  • Wie ist die Atmosphäre im Büro? 
  • Was wird von dir als Arbeitnehmer:in erwartet? 
  • Welche Chancen auf Aufstieg gibt es?

Mit Fragen wie diesen, sondierst du nicht nur für dich aus, ob der Betrieb wirklich zu dir passt, sondern zeigst auch Neugierde und Interesse.

Übrigens: Scheue auch nicht davor, die Frage nach dem Geld zu stellen. Je früher du dich über das Gehalt kundig machst, desto eher kannst du eine böse Überraschung vermeiden. Achte jedoch darauf, nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Damit könntest du den Eindruck erwecken, dass es dir nur ums Geld geht.


WIR FASSEN ZUSAMMEN

Eine gute Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch ist kein Hexenwerk.

Schon mit wenigen Google-Suchen wirst du einige Informationen finden, mit denen du dich im Gespräch von der Menge abheben und glänzen kannst. Wenn du sehr vergesslich bist, kannst du dir auch im Vorfeld Notizen machen und kurz vor dem Gespräch nochmal durchgehen.

Vergiss nicht: Je besser du dich auf den Recruiting-Prozess vorbereitest, desto selbstsicherer wirst du schließlich auch im Gespräch auftreten - und somit den bleibenden Eindruck hinterlassen, der dir zu deinem Traumjob verhilft. 

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