Auch Quereinsteiger*innen haben Karrierechancen

Bereits als Jugendliche tragen wir fast die alleinige Verantwortung darüber, welche Abzweigung wir in Richtung berufliche Zukunft nehmen werden. Trotz entsprechender Einflussnahme von Erziehungsberechtigten, Lehrpersonen oder anderen Mitmenschen im privaten Umfeld stehen zwar die Interessen fest, jedoch eine fundierte Entscheidung für eine langfristig und erfolgreiche Zukunft ist mit diesem Alter fast unmöglich. Natürlicherweise kann es mit dem Erwachsenwerden passieren, dass sich neue Interessensstrukturen, Fähigkeiten und vor allem Leidenschaften sowie Vorlieben herauskristallisieren. Die betroffenen Mitarbeiter*innen und übrigens auch Absolvent*innen einer Hochschule oder Universität stehen nun vor der für die Zukunft bedeutsamen Entscheidung: Orientiere ich mich nach meinem Bauchgefühl um, oder bleibe ich auf meinem Kurs, trotzdem meine Interessen völlig anders geprägt sind? Hast du dich gerade in dieser Fragestellung wiedergefunden? Dann solltest du diesen Beitrag lesen – wir wünschen viel Spaß!

Auch Quereinsteiger*innen haben Karrierechancen

Definition Quereinsteiger*in

Als Quereinsteiger*in werden Menschen bezeichnet, die einen Jobwechsel in eine fremde Branche oder in ein komplett neues Tätigkeitsfeld anstreben, als zu Ausbildungszeiten eigentlich angepeilt wurde. Während Bewerber*innen eine mehrjährige Ausbildung und Berufserfahrung zum Vorstellungsgespräch mitnehmen, haben Quereinsteiger*innen neben einer großen Motivation und Interesse für die vakante Position, keine klassischen Nachweise über eine Ausbildung oder ein Studium. Die „üblicherweise“ vom Arbeitgeber als Voraussetzung für eine Anstellung erfordert werden.


Bleib ein zielstrebiger Realist!

Solltest du dir folgende Fragen selbst bereits öfters gestellt haben, dann solltest du diesen Beitrag bis zu Ende lesen. Denn das Ziel hierbei soll es sein, in dir die nötige Motivation zu wecken! Selbstverständlich ist es möglich, auch als Quereinsteiger*in einer erfolgsversprechenden, beruflichen Zukunft entgegenzusehen. Sowieso hat die Willenskraft in uns Menschen die Fähigkeit, Berge zu versetzen, warum soll sie also nicht auch eine Karriere ermöglichen?

Aber ACHTUNG, ein solcher Jobwechsel als beruflicher Neustart soll immer gut überlegt sein. Mangelnde Selbstsicherheit und Übereifrigkeit sind an dieser Stelle gleichzusetzen und werden sich negativ auf die Jobsuche auswirken. Bleib ein zielstrebiger Realist - das sollte die gute Einstellung eines Quereinsteigers perfekt beschreiben!

  • Was nun, wenn mein Traumjob nichts mit der abgeschlossenen Ausbildung oder der bisherigen Berufserfahrung zu tun hat?
  • Habe ich als Quereinsteiger*in überhaupt eine Chance auf eine Karriere?
  • Kann ich mich gegen qualifiziertere Bewerber*innen durchsetzen?
  • Kann ich ohne angemessene Berufserfahrung einen akzeptablen Gehalt erreichen?
  • Warum hat mich schon früher niemand auf meine Fehlentscheidung hinsichtlich meiner Jobauswahl hingewiesen?
  • Warum tendiere ich in eine andere Branche, wenn ich mir doch damals so sicher war?
  • Bringen mir eine Dualausbildung, Studium oder sonstige Kurse sowie Lehrgänge mehr Erfolg in der Bewerbungsphase?

Quereinsteiger*innen sind schon längst kein „Risikogriff“ mehr

Im Wandel der Zeit, und damit auch leider die Zeit des Fachkräftemangels, sind die Arbeitgeber auf jegliche Unterstützung angewiesen. In vielen Bewerbungsprozessen ist der Personalverantwortliche nicht in der glücklichen Lage, aus mehreren Bewerber*innen den besten Kandidaten oder die Kandidatin auszuwählen.

Somit sind die Arbeitgeber schon längst bereit, den „Scheuklappenblick“ zu öffnen und damit für ganz neue Talente Augen und Ohren offen zu halten. Selbstverständlich soll das zum Vorteil der Quereinsteiger*innen sein. Jeder Mensch hat seine Talente und es ist absolut nichts Schlimmes, wenn man sich zu einem späteren Zeitpunkt in eine alternative Berufslaufbahn einordnen möchte. Gerade diese Entscheidung zeigt Mut und einen überdurchschnittlichen Ehrgeiz. Viele Arbeitnehmer*innen ermöglichen sich die Chance erst gar nicht und bleiben bei der aktuellen Anstellung im Glauben, ansonsten sowieso keinen anderen Job zu bekommen. Das ist falsch!

Nahezu alle Branchen stehen Quereinsteiger*innen offen gegenüber und werben die fachfremden Mitarbeiter*innen innerhalb der Stellenanzeige sogar direkt an. Das wird mit dem Zusatz verdeutlicht, dass ebenfalls Bewerbungen von Quereinsteiger*innen ohne einschlägige Berufserfahrung erwünscht sind.

Der Beginn zum beruflichen Neustart ist die Jobanalyse zum aktuellen Zeitpunkt

Die aktuelle Unzufriedenheit sollte zum Anlass genommen werden, die eigene Situation einmal ganz nüchtern zu durchleuchten. Dabei solltest du dir die Frage stellen, welche Dinge dich am derzeitigen Job stören, fehlen, demotivieren, nicht funktionieren und einfach nicht deinen Interessen entsprechen. Erst dann kannst du dich in die richtige Berufskategorie einordnen und dich nach einer neuen Herausforderung in Richtung Traumjob umsehen.


4 HILFREICHE TIPPS ZUR BERUFLICHEN BESTANDSAUFNAHME

1. Trennung von Erwartungen und Ängsten zu versagen

Für die erfolgreiche Reflektion der eigenen, unzufriedenstellenden Berufssituation solltest du dich von Ängsten und zu hohen Erwartungen erst einmal trennen, denn derartige Situationen kreuzen völlig unberechtigt deinen Weg zum Traumjob. Befasse dich neutral mit der Frage, für welchen Job würde dein Herz höherschlagen?

2. Beginn der Unzufriedenheit im Job zu eruieren

Zu welchem Zeitpunkt oder Ereignis trat deine Unzufriedenheit im Beruf auf? Bestand diese vielleicht schon beim Jobeintritt? Die umgekehrte Frage wäre, wann die letzte Situation war, an der du dich morgens richtig glücklich auf den Weg zur Arbeit begeben hast.

3. Work Life Balance

Auch das Gleichgewicht zwischen Privat- und Berufsleben muss an dieser Stelle erwähnt werden, denn es sollte ausgeschlossen werden, dass die Unzufriedenheit am privaten Umfeld liegt und nur schonenderweise auf den Job abgewälzt wird. Inwiefern beeinflusst dein privates Leben das im Beruf und umgekehrt?

4. Die Konsequenzen eines Jobwechsels

Nicht zwangsläufig ist ein Jobwechsel die Lösung des Problems, sollte die negative Stimmung beispielsweise nicht am Tätigkeitsumfeld liegen, sondern an Arbeitskolleg*innen oder am Vorgesetzten. Es sollte daher überdacht werden, ob ein potenzieller Abteilungswechsel zielführend sein kann oder noch einfacher, ein konstruktives Mitarbeitergespräch mit dem verantwortlichen Personalbeauftragten.


Bewerbungstipps für Quereinsteiger*innen

Nun kommen wir zum wesentlichen Teil des Beitrags, zu den hoffentlich erfolgsversprechenden Bewerbungstipps für Quereinsteiger*innen:

  • Die Anforderungen des Arbeitgebers sind in erster Linie als Quereinsteiger*in 2.-ranging
    Die meisten Quereinsteiger*innen verlieren ihre Motivation bereits beim Durchlesen der Stellenanzeigen. Üblicherweise geben die Arbeitgeber deren Anforderungen an die Bewerber*innen zum Ausdruck. Klar, denen kannst du nicht entsprechen, deswegen ignoriere sie und bestärke dich damit, dass du einen größeren Ehrgeiz als andere Kanidat*innen an den Tag legst! Sofern kein akademischer Abschluss oder eine höhere Schulausbildung erfordert wird, darfst du ruhig davon ausgehen, dass Tätigkeiten geschult werden können. Verliere nicht dein Selbstbewusstsein und sehe dich niemals als schlechte Alternative an.
     
  • Vermeide direkte Vergleiche mit anderen
    Eine sichere Frage im Vorstellungsgespräch wird sein, aus welchem Grund sich der Arbeitgeber für dich entscheiden soll, hingegen er Bewerber*innen mit Berufserfahrung zur Auswahl hat. Zu diesem Zeitpunkt heißt es, nicht die Nerven verlieren und ehrlich „kontern“. Natürlich bist du als Quereinsteiger*in ausbildungstechnisch benachteiligt, legst aber eine ordentliche Portion Motivation und Willenskraft an den Tag, die kaum zu überbieten sind. Du hast dich über die anfälligen Tätigkeiten gut informiert und nach Recherchen bist du der Meinung, dass du nach entsprechender Einschulungszeit mindestens genauso effizient an die Arbeit gehen kannst. Ein Berufswechsel bedeutet Neuland und damit verbundene Einschulung, ganz gleich – mit oder ohne Erfahrung! Für Quereinsteiger*innen heißt das, einfach schneller sein und die Auffassungsgabe zum Glänzen bringen.
     
  • Quereinsteiger*innen haben keine Zeit vergeudet!
    Leider auch eine falsche Einschätzung über sich selbst zu glauben, dass die bisherige Zeit – da es ja nicht die Ausübung eines Traumjobs war – vergeudet wurde. Mit jedem Tag begegnen wir Situationen, an denen wir lernen können. Bewusst sind wir uns deren „nicht mehr“, da die liebe Routine auch mit dem Erwachsenwerden im Vordergrund steht. KEIN ausgeübter Job war bisher vergeudete Zeit, denn mit jeder Anstellung konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln.
    Sei es der Umgang mit anderen Mitarbeiter*innen, unterschiedlichste Projektarbeiten, Kundengespräche und das generelle berufliche Umfeld. Nutze genau diese Dinge zu deinem Vorteil und bringe sie in deinem Motivationsschreiben unter, sowie bringe diese ebenfalls im Bewerbungsgespräch stolz und mit voller Überzeugung zum Ausdruck.
     
  • Das Level der Lernbereitschaft
    Mit dieser Eigenschaft bist du anderen Bewerber*innen definitiv überlegen, denn deine Lernbereitschaft steht als Kandidat*in ohne Berufserfahrung an oberster Stelle. DU WILLST DEN JOB, dafür würdest du alle Hebel in Bewegung setzen. Ziel einer solchen Kommunikation ist es, dass der Arbeitgeber folgende Gedankengänge vertritt:

    „Ein Quereinsteiger / Eine Quereinsteigerin bringt zwar nicht die nötige Ausbildung oder Berufserfahrung mit, jedoch betrachten wir den oder die Bewerber*in als einen ROHDIAMANT. Wir feilen den oder die Mitarbeiter*in genau so, wie wir ihn oder sie brauchen! Bei bereits eingefleischten Spezialisten erschwert sich diese Vorgehensweise und könnte missglücken.“


Vorteile für die Quereinsteiger*innen im Überblick:

  • Der Fachkräftemangel lässt den Horizont der Arbeitgeber erweitern – sie sind teilweise auf fachfremde Mitarbeiter*innen angewiesen.
  • Quereinsteiger*innen zeigen einen überdurchschnittlichen Ehrgeiz
  • Quereinsteiger*innen sind als rohe Diamanten zu sehen, die gefeilt werden können, wie das Unternehmen seine Mitarbeiter*innen bevorzugt.
  • Von der Stellenausschreibung abweisende Berufserfahrungen können zum Vorteil genutzt werden.

Nachteile für die Quereinsteiger*innen im Überblick:

  • Die Einschulphase wird entsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen.
  • Die Entlohnung von Quereinsteiger*innen wird meist zu Beginn wenig zufriedenstellend sein, was jedoch für den Arbeitgeber wiederum von Vorteil ist. Mit guter Leistung steht sicherlich auch einer Gehaltserhöhung nach geraumer Zeit nichts im Wege!

 

[Zu den Quereinsteiger*innen Jobs in Salzburg]

 

UNSER FAZIT FÜR DICH

Auch Quereinsteiger*innen sind bei den Arbeitgebern beliebtes „Fach“-Personal, denn sie werden nicht nur etwas schneller gefunden, sondern tragen auch eine große Wertschätzung und Dankbarkeit dem Unternehmen gegenüber. Dem zu Folge wird ein gutes Arbeitsklima vorweg versprochen. Wie du aus dem Artikel entnehmen konntest, gibt es keinen Grund, den beruflichen Neustart nicht zu wagen, sofern dieser ordentlich durchdacht wurde.

Das Team von salzburgerjobs.at wünscht an dieser Stelle viel Erfolg im Bewerbungsprozess. Glaub an dich, deinen Ehrgeiz und an deine Karriereziele, die nur mehr wenige Schritte entfernt ist.

Blogbeitrag von Evelyn Bereuter

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