Motivationsgespräche im Job

Motivierte Angestellte bringen bessere Leistungen in der Arbeit. Denn Motivation dienst als Antrieb für unseren Erfolgsmotor. Erfolg in der Arbeit oder auch im privaten Umfeld schüttet Dopamin aus, welches eines Aufblühen lässt und in Folge dessen noch weiter motiviert. Eine Zielsetzung kann ebenfalls helfen, die Motivation anzukurbeln. Ähnlich wie beim Erklimmen eines Gipfels. Das Erfolgserlebnis an der Spitze überschattet die "downs" während dem Aufstieg. Aus verschiedenen Gründen kann aber der Antrieb auch einmal abnehmen: Neben privaten Aspekten, die niemand am Arbeitsplatz zu verantworten hat, kann es auch vorkommen, dass das sinkende Interesse sich eher aus dem Arbeitsumfeld erklären lässt. In diesem Fall lässt sich durch ein Motivationsgespräch viel retten und die Leistungsfähigkeit, aber auch die Leistungsbereitschaft kann wieder steigen. In folgendem Artikel geben wir hilfreiche Tipps für den Ablauf eines solchen Gespräches und wie, im nächsten Schritt, eine gute Führungskraft seine Mitarbeitenden motivieren kann.

Die Motivationsgespräche im Job

Was ist ein Motivationsgespräch?

Wer Begeisterung für seine Tätigkeit mitbringt, motiviert auch die Menschen in seinem Umfeld. Ob im Unternehmen, im Verein, im Freundeskreis oder Zuhause. Fehlt es an Begeisterung, fehlt es auch an Motivation. Unmotivierte Mitarbeiter beeinflussen oft das Betriebsklima, was den Unternehmenserfolg beeinträchtigen kann.

Der Sport ist hierfür ein gutes Beispiel. Der Teamkapitän motiviert sein ganzes Team und so kann das gewünschte Ergebnis gemeinsam erreicht werden. Ganz nach dem Motto "Teamwork makes the Dreamwork". Es geht nämlich nicht immer die besser Mannschaft als Sieger vom Platz, sondern jene mit der besten Motivation, dem besten Teamspirit, der meisten Freude.

Selbstverständlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle bei der Zielerreichung, aber die Motivation spielt eine wesentliche Rolle dabei. Und genau hier liegt eine der größten Herausforderungen einer Führungskraft: Andere Menschen zu motivieren. Das ist eine Führungsqualität, die definitiv unterstützend wirkt beim Erreichen von Zielen.

Mögliche Anzeichen für einen Motivationsverlust der Mitarbeitenden ist sinkende Produktivität, steigende Pausenzeit, negatives Denken und Aussprechen, sowie "Dienst nach Vorschrift". Der*die Mitarbeiter*in kommt oft gerade so pünktlich oder sogar zu spät. Seinen Feierabend legt man so, dass die Arbeitszeit gerade so erfüllt ist. Man wirkt oft müde oder genervt. Eigeninitiative ist hier nur noch sehr wenig oder gar nicht mehr zu finden.


Hier ein paar Tipps, was ein Motivationsgespräch bewirken kann:

Kommunikation des großen Ganzen

Wenn ein Ziel klar definiert ist, wird gemeinsam an einem Strang gezogen um dieses zu erfüllen. Ein solches Gespräch wird mit jedem persönlich besprochen aber auch gemeinsam im Team. Es gibt verschiedene Ziele, die definiert werden können:

  • Persönliches Jahresziel, welches beim Mitarbeitergespräch definiert wird
  • Projektabschluss, ob für einen selber oder für das gesamte Team
  • Quartalsabschluss
  • Jahresziel des Betriebes

Seinen Einsatz kennen

Ein Team funktioniert nur dann, wenn jedem seine Rolle bewusst ist. Jede*r Spieler*in am Platz hat seine Position und seine Funktion zu erfüllen. Dieses Prinzip spiegelt sich auch in der Arbeitswelt wider. Jede*r übernimmt seine Rolle und erfüllt diese mit bestem Wissen und Gewissen und im Idealfall mit 100% Begeisterung.

Man muss von seinem Ziel überzeugt sein

Wenn die Führungskraft nicht an das Erreichen glaubt, tut es auch sein Team nicht. Jede einzelne Person muss davon überzeugt sein und einen Sinn darin erkennen bei der Umsetzung mit voller Begeisterung mitzuwirken.

Rückschläge akzeptieren und die Chance nutzen

Die größte Herausforderung für eine Abteilung, einen Betrieb ist das Finden von neuem Personal. Wenn Mitarbeiter*innen kündigen bleibt meist eine Lücke und die Suche nach einem geeigneten Kandidaten beginnt. Doch bevor du den Teufel an die Wand malst, nutze die Chance.

  • Gibt es Prozesse die jetzt optimiert werden können?
  • Muss die Ausschreibung neu überdenkt werden?
  • Sind wir als Unternehmen noch attraktiv?
  • Haben wir zeitgemäße Benefits?
  • Können wir die Position intern nachbesetzen?

Mitarbeiterziele mit persönlichen Bedürfnissen verknüpfen

Besonders die jungen Generationen Z und Alpha, teilweise auch noch Y, freuen sich über Anerkennung, aktivem Zuhören und richtigem Führen. Sie wollen lernen und im nächsten Schritt fordern und wollen gefördert werden. Motivationsgespräche sind ein effektives Instrument für eine Führungskraft, um ein Ergebnis zu erzielen.

Betrieben fällt es oft schwer, Mitarbeitende für das Erreichen der Unternehmensziele zu motivieren. Hier spielen die oben genannten Benefits eine wichtige Rolle. Attraktive Bonuszahlungen, Sonderurlaub, den eigenen Hund mitnehmen zu können zum Arbeitsplatz, Essenzuschüsse sind nur eine der wenigen Benefits die heute ein attraktiven Arbeitgeber ausmachen. Um am Puls der Zeit zu bleiben, sollten diese auch ständig an die Wünsche, Inflation und Co. angepasst werden. Diese führen letztlich mit unter dazu, ob sich eine*e neue*r Mitarbeiter*in für den Arbeitgeber entscheidet.

10 Schritte Plan für ein erfolgreiches Gespräch:

  1. Schaffe eine positive und vertrauensvolle Atmosphäre
  2. Welche Themen werden besprochen
  3. Stelle offenen Fragen, ansonsten übernimm die Führung
  4. Hör den Problemen und Anliegen der Mitarbeitenden aktiv zu
  5. Stelle die Situation dar mit konkreten Beispielen und Fakten
  6. Hebe die Stärken und auch die Schwächen dar
  7. Äußere (negative) Faktoren abbauen
  8. Biete dem*der Mitarbeiter*in an, selbstständig eine eigene Lösung zu suchen
  9. Neue Ziele inkl. Zeitraum definieren
  10. Beende das Motivationsgespräch positiv

Warum verliert man überhaupt die Motivation im Job?

Lustlosigkeit am Arbeitsplatz ist für alle spürbar - besonders für die Teamkolleg*innen. Fehlende Begeisterung kann auftreten, wenn der*die Mitarbeiter*in das Gefühl hat, mit allen Aufgaben alleine da zu stehen. In diesem Fall sollte man fragen, welche Aufgaben er*sie gerne abgeben würde oder wie er*sie sich eine Erleichterung vorstellen kann. Vielleicht lassen sich einige Aufgaben geschickter aufteilen, so dass jede*r seine Stärken ausleben kann und niemand gerade diejenigen Aufgaben zugeteilt bekommt, die ihm am schwersten fallen.

Weitere mögliche Gründe:

  • Über- oder Unterforderung
  • Keine Ziele und Perspektive
  • Schlechte Arbeitsbedingungen
  • Schlechtes Betriebsklima
  • Fehlender Ausgleich
  • Keine Pausen
  • Teamspirit fehlt

 

Kleiner Tipp: Ein Blick auf den Urlaubskalender der betreffenden Person kann helfen. Viele Mitarbeiter*innen verlieren eine Menge Motivation, weil sie schon lange keinen richtigen Urlaub mehr genommen haben. Wichtig ist hier, dass man verdeutlicht, dass sein Job keineswegs auf der Kippe steht. Er soll sich lediglich eine gewisse Zeit frei nehmen, um wieder auf neue Ideen und zu neuer Motivation zu kommen.

 


UNSER FAZIT FÜR DICH

Nach einem guten Motivationsgespräch muss klar herausgehen, welche Ziele es zu erreichen gilt, welcher Beitrag geleistet werden sollte und welches Ergebnis daraus resultiert. Eine gute Führungskraft kennt die Wünsche seiner Mitarbeiter*innen und versucht diesen ein offenes Ohr zu geben und hilft bei der Umsetzung, er sucht das Gespräch mit seinem Team um regelmäßigen Schritte abzuklopfen und die Motivation am laufen zu halten. Fordern und Fördern lautet die Devise.

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