4 Generationen am Arbeitsmarkt: Babyboomer, Generation X, Y und Z

Du fragst dich was es mit den Babyboomern, Millenials und Generation Youtube auf sich hat? Es haben sich bereits vier verschiedene Generationen auf dem Arbeitsmarkt durchgedrängt, was natürlich für einige Herausforderungen in den Unternehmen sorgt. Dieser Beitrag liefert dir die wichtigsten Informationen zu Baby Boomer, Generation X, Y und Z.

4 Generationen auf dem Arbeitsmarkt

Überblick über die Generationen am Arbeitsmarkt

Natürlich machen wir im Laufe unseres Lebens ganz unterschiedliche Erfahrungen. Unsere genetische Veranlagung, unsere Familien, unser Freundeskreis, unsere Umwelt – all das unterscheidet uns voneinander und sorgt dafür, dass wir eigene Werte und Ziele entwickeln. Dennoch übt auch die Generation, in die wir hineingeboren wurden, einen gewissen Einfluss auf uns aus. Ob bewusst oder unbewusst – neue Generationen grenzen sich immer wieder von alten ab. Dies führt häufig zum sogenannten Generationenkonflikt, den wir gerade zwischen den Babyboomern und der Generation Y und Z aufgrund der Klimakrise beobachten können. Im Folgenden sind die vier verschiedenen Generationen, die es derzeit auf dem Arbeitsmarkt gibt, aufgelistet.

Baby Boomer

Als Baby Boomer werden jene Menschen bezeichnet, die im Zeitraum zwischen den Jahren 1946 und 1964 geboren wurden. Diese Jahrgänge nach dem Zweiten Weltkrieg waren besonders geburtenstark und daher leitet sich auch der Name „Baby Boomer“ ab.

Mit 1,3 Millionen Lebendgeburten hatte der Babyboom seinen absoluten Höhepunkt im Jahr 1964 erreicht. Obwohl die heute 56- bis 74-Jährigen die größte Population in unserer Gesellschaft darstellen, gibt es kaum Studien über diese Generation. Deshalb ist auch weniger zu ihren Werten, ihrem Lebensgefühl und ihren Idealen bekannt. Babyboomer wurden stark durch den Wiederaufbau nach dem Krieg geprägt und weisen daher überdurchschnittlich oft christliche Werte, Zukunftsgläubigkeit und Hoffnung auf.

Babyboomer werden auch oft als Wohlstandsgeneration bezeichnet. Das liegt darin begründet, dass Babyboomer in ihrem Job häufig gut verdient haben bzw. gut verdienen, die Mietpreise damals geringer waren und man noch Zinsen für das Sparen bekam. Man geht davon aus, dass die Babyboomer-Generation bis ins Jahr 2031 in Rente gehen wird. Im beruflichen Kontext sind Babyboomer teamorientiert, möchten schnell in Führungspositionen aufsteigen und die Arbeit hat den höchsten Stellenwert. Sie arbeiten strukturiert, tauschen sich regelmäßig im Team aus und pflegen Beziehungen und Netzwerke. Sie werden von persönlichem Wachstum, der Wertschätzung für ihre Erfahrung und dem Gefühl, gebraucht zu werden, angetrieben.

Generation X

Die Generation X fällt in die geburtenschwachen Jahrgänge zwischen 1965 bis 1980. Die heute 40- bis 55-Jährigen gelten laut Umfragen als ambitioniert, individualistisch und ehrgeizig. Im Gegensatz zu den Babyboomern ist jedoch die Arbeit nicht mehr der wichtigste Lebensinhalt. Sie arbeiten, um sich ein materiell abgesichertes Leben leisten zu können.

Die Arbeit wird also als Mittel zum Zweck betrachtet. Im beruflichen Kontext überzeugen sie durch Ergebnisorientierung und technisches Know-how. Sie teilen sich außerdem gerne die Verantwortung mit anderen. Für Menschen, die zur Generation X gehören, stehen Sinnsuche, Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten sowie Freiheit in der Arbeitsgestaltung zu den obersten Prioritäten im Beruf. Grundsätzlich streben sie nach einer hohen Lebensqualität, sind pragmatisch veranlagt und sind der Auffassung, dass Zeit wertvoller als Geld ist.

Generation Y

Die nächste Generation auf der Liste ist die sogenannte Generation Y, auch Millenials genannt. Menschen dieser Generation wurden zwischen den Jahren 1985 und 2000 geboren und sind die wohl am besten erforschte Generation. Sie wurden bereits in der Kindheit mit technologischen Medien sozialisiert und gehören damit auch zu den ersten Digital Natives.

Gen Y strömt derzeit auf den Arbeitsmarkt und stellt dabei ganz besondere Ansprüche. Die Arbeit muss sinnstiftend sein und Spaß machen. Millenials ist es besonders wichtig, sich selbst zu verwirklichen. Sie sind geübte Teamplayer und zeichnen sich durch ihre exzellente Vernetzung aus. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben sind in der Generation Y fließend. Es wird großen Wert auf Freiraum für Privates gelegt, andererseits ist man aber auch bereit mal in der Freizeit zu arbeiten. Millenials sind also sehr lernbereit und arbeitswillig, allerdings legen sie auch sehr viel Wert auf Privatsphäre und eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Im beruflichen Kontext zeichnen sie sich durch ihre flexible und selbstständige Arbeitsweise aus. Sie legen außerdem Wert auf flache Hierarchien und projektbezogenes Arbeiten. Dementsprechend gewinnen Benefits für Mitarbeiter*innen an Bedeutung am Arbeitsmarkt.

Generation Z

Die vierte Generation, die in den nächsten Jahren in den Arbeitsmarkt eintritt, wird auch als Generation Youtube bezeichnet. Sie sind komplett mit digitalen Technologien aufgewachsen und kennen das Leben ohne Tablet, Smartphone und Social Media gar nicht mehr.

Ob im Privatleben oder in der Arbeit – Smartphone und Internet gehören selbstverständlich dazu. Die Jugendlichen von heute möchten anders als die Generation Y wieder mehr zwischen Arbeits- und Privatleben differenzieren. Den Laptop mit nach Hause nehmen, um daheim weiterzuarbeiten ist nicht drin. Während die Generation Y die Selbstverwirklichung überwiegend in der Arbeit suchte, möchte sich die Generation Z auch in der Freizeit und in sozialen Kontakten selbstverwirklichen. Die Abgrenzung zwischen virtuell und real verschwimmt hier zusehends - der Austausch findet ununterbrochen über Social Media statt. Die Jugendlichen von heute möchten sich frei entfalten können, was oft zu einer Ratlosigkeit führt, welcher Weg denn nun der Richtige ist. Sie werden zwar nicht den Wohlstand ihrer Eltern erreichen, dafür haben sie die Möglichkeit sich in viele Richtungen zu entfalten. Welchen Einfluss die Generation Z auf den Arbeitsmarkt nehmen wird, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht, da die Generation noch neu ist.


Unterschiedliche Werte als Chance für Unternehmen

In Zeiten der Klimakrise und zahlreichen weiteren Herausforderungen geraten die verschiedenen Generationen oft aneinander. Da auf dem Arbeitsmarkt gerade sehr unterschiedliche Werte und Lebenseinstellungen aufeinanderprallen, sind Konflikte oft vorprogrammiert. Unternehmen stellt das vor eine besondere Herausforderung. Dieser Wertewandel kann jedoch auch als Chance begriffen werden. Als Führungskraft gilt es nun vor allem Rahmenbedingungen für alle 4 Generationen zu schaffen. Nur so ist ein gemeinsames Miteinander auf Augenhöhe möglich.


UNSER FAZIT FÜR DICH

Mit der Generation Z werden bald vier verschiedene Generationen auf den Arbeitsmarkt drängen, was Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellt. Während Babyboomer eher konservative Werte vertreten und die Arbeit der wichtigste Lebensinhalt für sie darstellt, ist bei der Generation X die Zeit wertvoller als das Geld und bei der Generation Y steht die Selbstverwirklichung ganz weit oben. Im Gegensatz dazu, sucht die neue Generation Z Selbstverwirklichung in allen Richtungen – also auch in sozialen Kontakten oder in der Freizeit. Die Generationen raten oft einander, was auch den Internethype rund um den Begriff „Ok Boomer“ und den damit verbundenen GAP zwischen den Generationen aufzeigte und anheizte. In den nächsten paar Jahren müssen daher die richtigen Rahmenbedingungen für ein friedliches Miteinander geschaffen werden.

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