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Ausbildungsmarkt: Schwere Zeiten für Lehrlinge und Lehrherren

Ausbildungsmarkt: Schwere Zeiten für Lehrlinge und Lehrherren

Zum ersten Mal seit Monaten ist im Dezember die Lage gekippt. War zuvor die Zahl der Lehrstellensuchenden stets gesunken und die der offenen Lehrstellen gestiegen, stieg zuletzt wieder die Zahl der suchenden jungen Menschen. Im Vormonat stand es 5354 Suchende zu 3080 offenen Stellen. Der Chef des Arbeitsmarktservice, Johannes Kopf, will aus einem Monat noch keine Trendumkehr ablesen, aber dass es bei der Lehre insgesamt kracht, steht fest.

Die Zahl der jungen Menschen in Österreich sinkt, die Betriebe jammern, dass sie keine jungen Leute bekommen. Die öffentliche Hand wiederum zahlte in den vergangenen Jahren enorm viel Geld für die Ausbildung junger Menschen, die kein Betrieb wollte. 2011 waren es für 12.300 Ausbildungsplätze in überbetrieblichen Einrichtungen zur Lehrausbildung 178 Mill. Euro.

Gleichzeitig stecken vor allem große Betriebe immer mehr Geld in Werbekampagnen, um junge Leute zu gewinnen, und in ihre Ausbildung. So sagt etwa Alfred Eichblatt, Chef des Sportartikelhändlers Hervis: „Wir geben heute in etwa das Doppelte für Lehrlingsausbildung aus als vor zehn Jahren. Es sind ganz einfach die Anforderungen gestiegen, denn Trends, technische Innovationen und die einzelnen Sportarten sind im schnellen Wandel. Daher verbessern wir auch laufend unsere Ausbildung, bieten stärkere Unterstützung und wachsende Fortbildungsangebote an.“

Wie aber passen die auf den ersten Blick widersprüchlichen Fakten zusammen? „Wir werden auch 2015, wenn die Zahl der Jugendlichen insgesamt in Österreich um 41.000 Jugendliche im Vergleich zu 2010 sinkt, nicht genug Lehrplätze haben“, sagt AMS-Chef Kopf. Dafür gibt es Gründe.

1. Es fehlt beim Grüßen, Rechnen und Lesen
Betriebe sagen, sie würden sofort mehr junge Menschen aufnehmen, wenn sie lesen, rechnen und „grüßen“ könnten. Zudem gehen die besseren Schüler stärker in Richtung Matura. Gleichzeitig beginnen immer mehr Jugendliche nach der Pflichtschule eine weiterführende Ausbildung. 1980 hatten noch 17 Prozent gar keine weitere Ausbildung nach der Pflichtschule gemacht, heute liegt der Anteil unter zehn Prozent. Dennoch: Laut Forschungsinstitut Synthesis bleibt heuer jeder Fünfte eines Geburtenjahrgangs ohne abgeschlossene Berufsausbildung. „In der Tendenz ist der durchschnittliche Lehrling heute schwächer als vor 20 Jahren“, sagt Kopf.

2. Die jungen Menschen müssen immer mehr leisten
Die Betriebe stellen immer höhere Anforderungen an die Jugendlichen, weil auch ihre Aufgaben komplexer geworden sind.

3. Zeitmangel schlägt sich auch bei der Ausbildung nieder
Die Arbeitswelt ist schneller geworden. Die Betriebe haben immer weniger Zeit um auszubilden. Lehrlingsausbildung ist ein Investment.

Das sieht auch der Hervis-Chef so: „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass wir unter unseren Lehrlingen sehr viele Führungskräfte und langjährige Mitarbeiter gewinnen können. Das ist optimal für ein Unternehmen. Daher ist für uns die Lehrlingsausbildung auch keine Kosten-, sondern eine Qualitätsfrage.“ Mit dem Thema Sport habe man einen Vorteil bei jungen Leuten, weil das Thema „cool“ und „sexy“ sei. Man bekomme also genug Lehrlinge, heuer sollen es 80 neue sein. Die schulische Leistung sei nur ein Aufnahmekriterium, es zählten vor allem auch Persönlichkeit, privates Umfeld, Auftreten und Begeisterung.

Wie stürmisch der Wettbewerb um die Jugend schon tobt, zeigen die Purzelbäume, die Betriebe mitunter schlagen, um junge Menschen zu gewinnen. Erfolgreiche Lehrlinge bekommen nicht selten Mopeds geschenkt, werden zum Anreiz ins Ausland geschickt oder ihnen wird der Führerschein bezahlt.

Der Kampf um die „guten“ jungen Leute wird härter, jener für die schwächeren auch. Die Zahl der Lehrlinge wird von 127.000 im Jahr 2010 auf prognostizierte 118.000 in drei Jahren sinken.

(Quelle: Salzburger Nachrichten, 13.01.2012)

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