Die Stellenanzeige aus Bewerbersicht

Ein Unternehmen ist auf Mitarbeiter*innen-Suche. Über eine Stellenanzeige präsentiert sich der Arbeitgeber der interessierten Öffentlichkeit und möchte sich bei potenziellen Bewerber*innen auf sich aufmerksam machen. Die Angaben über die Firma selbst, den Tätigkeitsbereich, die Anforderungen an die Jobanwärter*innen und eventuelle Benefits sind ausschlaggebend für den Erfolg des gesamten Bewerbungsprozesses. Je mehr Informationen über den Arbeitgeber herausgegeben werden, desto eher bietet es den Leser*innen eine entscheidende Informationsgrundlage auf die Frage: „soll ich mich für den Job bewerben, oder sprechen Argumente dagegen!“ Welche Angaben ein perfektes Stelleninserat beinhalten, und auf welche keinesfalls verzichtet werden sollte, werden wir in diesem Beitrag erklären.

Die erfolgreiche Stellenanzeige

Die Prioritäten einer GUTEN Stellenanzeige

(1) Die Unternehmensvorstellung:

Potenzielle Mitarbeiter*innen wollen wissen, mit welchem Unternehmen sie es zu tun haben und auf welche Art und Weise der Arbeitgeber weiß, sich zu präsentieren. Eine kurze, aber aussagekräftige Firmenbeschreibung ist also essenziell, um viele Interessenten ansprechen zu können. Werden die Zeilen mit Auszeichnungen, Generationsangaben und Firmenkulturen geschmückt, steigen die Chancen für viele Bewerbungen ungemein. Ein traditionelles Familienunternehmen liest sich nicht nur gut, sondern signalisiert zugleich eine geringe Fluktuation und spricht für ein angenehmes Arbeitsklima. Selbstverständlich sollten derartige Informationen der Wahrheit entsprechen.

  • Platzierung des Logos mit Slogan (wenn vorhanden)
  • Ein Titelbild des Unternehmensgebäude, von bedeutsamen Persönlichkeiten oder eine neutrale bildhafte Begleitung, die die Branche oder die Dienstleistung unterstreicht
  • Branche und/oder Dienstleistung
  • Familienunternehmen, Traditionsunternehmen, Jungunternehmen, etc.
  • Mitarbeiter*innen-Anzahl
  • Angaben zu verschiedenen Standorten
  • Einzugsgebiete
  • Angaben zur Reputation
  • Firmenkultur, Arbeitsklima, Hierarchiekultur
  • Persönliche Zitate der Geschäftsleitung oder von Personalverantwortlichen
  • Anforderungszitate an neue Mitarbeiter*innen (wir suchen vor allem …)

(2) Die Anforderungen:

In diesem Kapitel beschreiben Arbeitgeber ihren Wunschkandidaten. Welche Ausbildung oder Berufserfahrung sollte der Mitarbeiter vorweisen können, wird ein akademischer Abschluss erwartet oder sind auch Quereinsteiger willkommen. All diese Angaben zur Qualifikation finden in diesem Absatz der Anforderungen Platz.

(3) Der Tätigkeitsbereich:

Der wohl bedeutsamste Teil für Bewerber*innen ist die Zusammenfassung bevorstehender Aufgaben und Verantwortungen. Mit detaillierten Informationen gelingt es Arbeitssuchenden sich selbst zu selektieren – entspreche ich den Anforderungen, sowie bin ich fähig, die gewünschten Tätigkeiten der ausgeschriebenen Position auszuüben? Wird an dieser Stelle an Beschreibungen gespart, werden die Personalverantwortlichen unpassende Bewerbungsunterlagen erhalten. Die Nacharbeit wird einen zeitintensiven Aufwand mit sich bringen, deswegen ist es wichtig, die nötige Zeit in die Gestaltung der Stellenanzeige zu investieren.

(4) Die Benefits:

Welche Zusatzoptionen werden den Mitarbeiter*innen zur Verfügung gestellt. Die Benefits dienen innerhalb einer Stellenanzeige als eine Art Lockmittel:

  • Flexible Arbeitszeiten, Home-Office, Firmenevents, Pausenraum mit kostenlosen Snacks und frischem Obst, Kantine, Essenszuschüsse
  • Zusatzversicherungen, Zusatzpension, Gesundheitsvorsorge, Verkehrsmittelzuschüsse, Steuerhilfe
  • Dienstwagen, kostenlose Parkplätze, Firmenlaptop, Diensthandy, E-Tankstelle, Fahrradservice
  • Prämienzahlungen / Mitarbeitergeschenke, Gewinnbeteiligungen
  • Mitarbeiterrabatte auf die eigenen Produkte, Mitarbeiterzeitung
  • Ausführliche Einschulungsphase, Coaching, Bildungskarenz, Sabbatical,
  • Sport- und Fitnessangebote, tierfreundliches Unternehmen, Betriebsarzt, Kinderbetreuung, Freizeitangebote

(4) Die Gehaltsangaben:

Seit 01.03.2011 sind Arbeitgeber, private Arbeitsvermittler und mit der Arbeitsvermittlung betraute juristische Personen öffentlichen Rechts verpflichtend, Angaben zum Mindestgehalt (lt. Kollektivvertrag) zu machen. Üblicherweise wird der kollektivvertragliche Mindestgehalt in den Stellenanzeigen mit der Möglichkeit für Überzahlung erfasst, die von Berufserfahrung und Qualifikation des Bewerbers abhängt.

(5) Die Kontaktdaten des Arbeitgebers:

An letzter Stelle geben Unternehmen bekannt, an welche Kontaktdaten sich die Bewerber*innen mit ihren Unterlagen richten sollen. Entweder geben Firmen den Link zum firmeneigenen Karriereportal an, oder sie notieren eine mögliche E-Mail-Adresse zur Online-Bewerbung. Heute wird kaum noch von der Post-Bewerbung Gebrauch gemacht, schon allein auf Grund der längeren Übermittlungszeit.


Die Besonderheiten einer PERFEKTEN Stellenausschreibung

Die obenstehenden fünf Angaben zählen grundsätzlich als Pflichtangaben, denn ohne fällt es Bewerber*innen schwer, sich selbst als passend oder unpassend anzusehen. Zu viel Informationen kann ein Arbeitgeber in Stelleninseraten nicht bekannt geben – je mehr desto erfolgsversprechender sind die Bewerbungen! Es geht aber noch besser. Immerhin treten Unternehmen bei der Personalsuche ohne persönlichen Kontakt in die Öffentlichkeit, ein gewisser Wiedererkennungswert ist daher von großer Bedeutung. Die Einhaltung des Corporate Identity (CI – Gesamtheit der Merkmale, die ein Unternehmen kennzeichnet und von anderen unterscheidet) gehört definitiv in eine perfekte Stellenausschreibung. Mit folgenden Angaben sammeln Arbeitgeber Pluspunkte bei möglichen Mitarbeiter*innen:

"Videos sagen mehr als 1.000 Worte"

  • Firmeneigene Unternehmensvideos ermöglichen neuem Personal einen ganz persönlichen Einblick – „Videos sagen mehr als 1.000 Wörter“ (ein Interview von bestehenden Mitarbeiter*innen, Storytelling des Geschäftsführers, Vorstellung des Teams oder der Abteilung bei der aktiven Arbeit, das Unternehmensgebäude, usw.)
  • Die Verlinkung zu bestehenden Social-Media-Accounts: Gerade in den sozialen Netzwerken herrscht eine ganz andere Kommunikationsart zwischen Unternehmen und Follower – nämlich auf Augenhöhe und persönlich. So werden bedeutsame Blicke hinter die Kulissen ermöglicht, die den Arbeitgeber auch einmal von einer ganz anderen Seite zeigen. Beispielsweise auf Firmenevents, Preisverleihungen oder auch privat.
  • Kreativität durch Bilder: Kreativität macht symphytisch und gute Laune, jedoch noch viel wichtiger – macht Lust, um dem Team anzugehören!

UNSER FAZIT FÜR DICH

Stellenanzeigen - zwischen den Zeilen lesen! Lasse dich nicht von den angegebenen Idealvorstellungen abhalten! Sollten sich passende Stelleninserate interessant anhören, jedoch obenstehende Angaben nicht enthalten sein, heißt das noch lange nicht, dass die ausgeschriebene Position ungeeignet ist. Erkundige dich am besten telefonisch über mehr Detailinformationen, bevor du dich für die Bewerbung entscheidest. Damit kannst du dich auf ein Telefonat und auf eine Kontaktperson referenzieren und bist deiner Konkurrenz damit einen Schritt voraus.

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