Der erfolgreiche Small Talk im Job

Eine gekonnte Konversation zu führen ist nicht nur eine Art Kommunikationskunst, sondern auch der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Für extrovertierte Persönlichkeiten fällt das leichte Plaudern um ein Wesentliches einfacher als für zurückhaltende Personen, die meist großen Respekt davor haben, überhaupt frei und vor fremden Menschen zu sprechen. Selbstverständlich gehört für einen gelungenen Small Talk ebenfalls eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein dazu. Der Small Talk ist definitiv nicht jedermanns Sache und soll gelernt sein. Beinahe jede Person kennt die unangenehme Situation – man steht mit Arbeitskolleg*innen zusammen und keiner der Beteiligten findet den richtigen Start in eine sinnvolle Unterhaltung. Aus Angst die falschen Worte zu finden oder sich zu blamieren, bleiben viele Menschen lieber schweigend stehen und warten darauf, bis jemand anders ein Diskussionsthema eröffnet. Blöd nur, wenn alle diese Gedankengänge besitzen. Mit ein paar einfachen Tipps aus der Praxis möchten wir dir das Führen eines höflichen und angenehmen Small Talks ein bisschen erleichtern. Aber erst einmal von vorne:

Der erfolgreiche Small Talk im Job

Was ist ein Small Talk genau?

Ein Small Talk ist ein oberflächlicher Meinungsaustausch und dient in erster Linie zur lockeren SPONTANEN Unterhaltung. Auch als eine praktische Art der Kennenlernphase von neuen Arbeitskolleg*innen, bei Dates oder sonstigen Veranstaltungen. Persönlichkeiten oder tiefgründige Details werden während dieser Konversation nicht ausgetauscht. Der Small Talk vertritt tatsächlich belanglose und oberflächig angekratzte Themen. Scheue dich also nicht über Dinge zu sprechen, über die du „eigentlich“ mit beispielsweise Freunden keine Worte (mehr) wechseln würdest. Dann liegst du also richtig! Ein Small Talk wird mit einem umgangssprachlichen Ton auf Augenhöhe geführt und bedarf von keinen besonderen formellen Regeln. Somit ist diese Kommunikationsart universal einsetzbar.

Viele Personen nutzen diese praktische Gelegenheit, um sich selbst mit Ansehen und Bewunderung zu füttern. Sie erzählen beispielsweise von deren beruflichen Erfolgen oder Höchstleistungen im Sport – das Ziel dabei ist ganz klar auf sich selbst gerichtet – nämlich im Mittelpunkt zu stehen. Hier heißt es allerdings Vorsicht, denn ein Small Talk ist nicht dafür da, um in einen Monolog zu führen. Das aktive Zuhören und der Austausch mit Rückfragen sind für diese Art Kommunikation besonders wichtig. Ansonsten werden die Gesprächspartner in keiner guten Erinnerung bleiben. Ein Small Talk, wie wir wissen, wird oftmals mit noch unbekannten Menschen geführt, so ist es doch umso wichtiger, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Dabei ist das doch ganz einfach, denn wenn uns eine Person Achtung schenkt und sich offensichtlich über unsere Geschichten interessiert, wirkt sie auf uns automatisch symphytisch und die kommenden Minuten werden weitaus gemütlicher. Somit ist die erste Hürde bereits geschafft!


AKTIVES ZUHÖREN im Small Talk

Die Faustregel im Small Talk – sei es beruflich oder privat – ist tatsächlich das aktive Zuhören. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Nicken und ab und zu ein leichtes „ja“ oder „hmm“ zu erwähnen, sondern das Erzählte des Gegenübers zu hinterfragen und auch die Chance zu nutzen, um beispielsweise in ein anderes Thema überzugehen. Auch können die eigenen Erinnerungen einfließen, wenn du vielleicht persönliche Verbindungen erkennen kannst. Hier noch einmal die wichtigsten Verhaltensregeln im Small Talk zusammengefasst:

  • Zeige mit Sympathie und Gestik Interesse an deinem Gesprächspartner und seinen Geschichten
  • Stelle Rückfragen im Small Talk (wer frägt der führt und während der andere weitererzählt, hast du wiederum Zeit dir eine neue Frage oder Reaktion zu überlegen)
  • Erzähle über deine eigenen Erfahrungswerte, die zum Thema passen
  • Gib auch einen kleinen Teil deiner Persönlichkeit preis, das lockert die Stimmung und gibt dem Gegenüber Vertrauen
  • Entdeckst du Gemeinsamkeiten, spreche diese an – etwas Besseres kann beispielsweise im beruflichen sowie auch im privaten Small Talk nicht passieren
  • Schweife in ein verwandtes Thema ab, um den Small Talk aufrecht zu erhalten
  • Greife auf bereits Erzähltes zurück, indem du Folgendes erwähnst: „Sie sagten vorhin, dass Sie …“

Wann wird der Small Talk angewendet?

Grundsätzlich wird das lockere Plaudern – wie schon oben erwähnt – zwischen fremden Personen geführt. Auch die Eröffnung passiert zufällig und spontan, wenn beispielsweise andere Arbeitskolleg*innen die Runde verlassen und nur mehr zwei Personen für eine Unterhaltung „gezwungen“ sind bzw. übrigbleiben. In dieser Situation heißt es, schnell reagieren und eine nette Frage stellen, oder eine Kommunikation vorweg nicht aufkommen zu lassen. Diesbezüglich gibt es wiederum spannende Techniken, einen Small Talk erfolgreich zu beenden (Details folgen unten). Kommen wir wieder zurück zum Thema, wann entsteht ein Small Talk überhaupt?

  • Im Vorstellungsgespräch: Richtig! Auch in Bewerbungsgesprächen soll es nicht immer streng und nach „Vorschrift“ laufen. Ein kleiner persönlicher Einblick und ein Abschweifen des Wesentlichen können nur Vorteile für die Bewerber*innen sein. Beispielsweise gleich zu Beginn eine kurze Unterhaltung über die Anfahrt zu eröffnen, lockert die gesamte Situation - umso leichter fällt der Rest.
  • Mein erster Arbeitstag im neuen Job: Neue Mitarbeiter*innen sollten nicht schüchtern und zurückhaltend auf andere warten, bis sie angesprochen werden. Um einen GUTEN ERSTEN Eindruck zu hinterlassen, sollte die Eigeninitiative ergriffen und selbst das Gespräch mit neuen Arbeitskolleg*innen gesucht werden. Ein passender Einstieg im neuen Job ist immer: „Wie lange sind Sie schon in diesem Betrieb?“ „In welcher Abteilung arbeiten Sie?“ „Was machen Sie während Ihrer Mittagspause, haben Sie Lust gemeinsam zu essen?“
  • Berufliche Feiern (Weihnachtsfeiern, Sommerfest, o.ä.): Viele Mitarbeiter*innen, gerade Neuzugänge, haben großen Respekt vor firmeninternen Veranstaltungen. Nur warum denn? Derartige Zusammenkommen sind geradezu geschenkte Chancen, um noch unbekannte Teammitglieder des Unternehmens näher kennenzulernen oder auch die Geschäftsführung von einer anderen Perspektive „durchleuchten“ zu können. Punkte mit deinem Selbstbewusstsein und deinem Interesse an anderen Personen, mit denen du ja schließlich zusammenarbeitest.
  • Bei Geschäftsterminen mit Kunden und/oder Lieferanten: Klar, derartige Termine haben einen geschäftlichen Hintergrund mit meist ein klares Ziel - beispielsweise einen Vertrag abzuschließen oder eine Kooperation mit Geschäftspartnern einzugehen. ABER, mischt sich ein Small Talk mit etwaigen persönlichen Informationen ein, wird die gesamte Atmosphäre aufgelockert und freundlicher. Streng geführte Verhandlungen sind weniger erfolgversprechender als jene von Menschen geführte, die zufällig eine private Gemeinsamkeit entdeckt haben und darüber philosophieren können.
  • Messe- oder Kongressbesuche: Auch bei Messeveranstaltungen, sei es als Besucher oder als beruflicher Aussteller, ein Small Talk ist hier nicht wegzudenken. Das Ziel jeder Messe ist es, neue Kontakte zu knüpfen, Kunden zu gewinnen und schließlich Aufträge an Land zu ziehen. Wie im oberen Punkt gelingt dies einfacher, wenn eine gewisse Sympathie aufgebaut wird.

Wie beende ich einen Small Talk höflich und angebracht?

Nicht immer steht man einem geistreichen Gesprächspartner gegenüber und es wird zwanghaft nach einem Notausgang gesucht. Auch kann die Zeit knapp werden, da der nächste Termin ruft – ein freundliches Beenden des bestehenden Small Talks ist unumgänglich und sollte trotzdem nicht abrupt abgebrochen werden. Wir kennen diese Situation alle, wir reagieren nur mehr mit kurzen Sätzen, schauen auf die Uhr oder auch am Gesprächspartner vorbei. Nur leider kommen die Zeichen nicht beim Gegenüber an und er spricht fleißig weiter, da er vielleicht auch schon in einen Monolog gewechselt ist und sich dabei großartig fühlt!

Genau diese Verhaltensweise zeigt nicht gerade von großer Kultiviertheit, wenn lediglich mit der Körperhaltung versucht wird, einen Small Talk zu Ende zu führen. Spreche deinen Willen also besser offen an, verzichte jedoch auf Rechtfertigungen, denn die wirken wie ein Schuldbekenntnis. Bedanke dich dabei immer für die Unterhaltung und erwähne mit netten Worten, dass du eigentlich noch gerne weiterplaudern würdest, jedoch…

  • Der nächste Termin ruft
  • Ich würde noch gerne andere Gäste begrüßen
  • Darf ich dir auch etwas zu trinken holen (eine Unterbrechung kann Wunder wirken)

Wie kann ich Small Talk lernen?

Diese Frage stellen sich tatsächlich viele Menschen, da wir kulturell veranlagt sind, gerne und interessante Dinge von sich zu geben. Es gibt viele Bücher, Kurse und Trainingsmethoden, die die eigenen Small Talk Techniken verbessern sollen. Tun sie sicher auch, jedoch ohne Übung und Anwendung ist selbst diese Zeit fehlinvestiert und man wird die theoretische Fähigkeit schnell wieder aus den Erinnerungen verlieren.

Wer Small Talk beherrschen will, muss ihn ständig anwenden und auch an jenen Orten ausprobieren, bei denen ansonsten höchstens eine Begrüßung und eine anschließende Verabschiedung passiert. Beispielsweise beim Einkaufen.

  • Unterhalte dich mit deinem Friseur über mehr als nur über deinen neuen Look
  • Beginne mit deinem Nachbarn eine Unterhaltung oder lade ihn zu Kaffee und Kuchen ein
  • Spreche mit Freunden deiner Freunde und versuche sie besser kennenzulernen

UNSER FAZIT FÜR DICH

Gelegenheiten um einen Small Talk zu führen, gibt es viele. Vermutlich nützt du diese nur noch nicht. Höre deinen Gesprächspartner*innen oder Arbeitskolleg*innen aktiv zu und stelle interessierte Rückfragen. Lege auch einen kleinen Teil deiner Persönlichkeit offen und schaffe damit eine lockere Atmosphäre.

Salzburgerjobs.at wünscht viel Erfolg beim Kommunizieren. Sei dir bewusst, mit einem gutem Small Talk öffnest du dir die ein oder andere Karriere-Türe!

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