Home Office und seine (teuflischen) Tücken

Es ist 5 Minuten vor acht, du bist gerade aufgestanden, lässt dir einen Kaffee herunter und schaltest den PC ein. Um 8 Uhr beginnt deine Arbeit, natürlich in Zeiten von Corona im Home Office. Deshalb hast du auch noch deinen Pyjama an, bist kaum gestylt, wahrscheinlich hast du noch nicht mal deine Zähne geputzt. Keine Angst, du bist sicher nicht die einzige Person, die aktuell seinen Tag so startet, aber es geht auch anders! In diesem Blogbeitrag verraten wir dir, wie du es den teuflischen Tücken des Home Office entkommen kannst.

Home Office | teufliche Tücken

Im Home Office herrscht Bequemlichkeit als oberste Priorität

Wenn man sowieso zu Hause ist und dementsprechend in den eigenen vier Wänden arbeitet, dann steht die Bequemlichkeit zumeist auf der Prioritätsliste ganz oben. Immerhin sieht dich keiner – außer natürlich du hast Besprechungen über Video Calls, und selbst da kann es jedem egal sein, ob du deine flauschige Pyjamahose noch trägst oder mit Anzugshose dasitzt. Doch genau dieses Denken ist falsch! Wir wollen dir jetzt nicht erzählen, dass du dich jeden Morgen in Jeans quälen musst oder im Business-Outfit vor deinem PC sitzen sollst, doch du solltest dir nicht alle Annehmlichkeiten deines zu Hause Daseins aneignen. Immerhin kommt der Tag, an dem du wieder ins Büro musst und dann ist die Umstellung sicherlich schwerer, als wenn du schon jetzt unsere Tipps befolgst.

  • Stelle deinen Wecker mindestens 20 bis 30 Minuten bevor du zu arbeiten beginnst.
    Auch wenn dein neuer Arbeitsplatz nur ein paar Schritte entfernt ist, solltest du dein Morgenritual nicht schleifen lassen.
  • Putz dir die Zähne bevor du deinen PC bzw. Laptop einschaltest.
    Klingt zwar nicht schwierig, doch meistens ist der Fall, dass auf das Zähneputzen ganz vergessen wird, oder dies erst im Laufe des Vormittags passiert.
  • Zieh dich um.
    Du kannst natürlich in Jogginghose zu Hause herumsitzen – ganz wollen wir dir die Bequemlichkeit auch nicht nehmen – doch du solltest aus deinem Schlafgewand und in ein „Arbeits-Outfit“ schlüpfen. Wie dieses aussieht, ist ganz dir überlassen, aber so bist du auch schon gedanklich auf das Arbeiten eingestellt.
  • Schalte deinen PC oder Laptop erst dann ein, wenn du deinem Morgenritual nachgekommen bist.
    Also nicht mal eben einschalten, einloggen und dann erst Kaffee kochen. Du solltest gedanklich schon bei deinen To-Do’s des Tages sein, wenn du dich zu deinem Arbeitsplatz begibst.

To-Do’s und Dont’s bei der richtigen Arbeit von zu Hause

Kommen wir gleich zum nächsten Punkt: Deinen To-Do’s und den Dont’s im Home Office. Im normalen Alltag ist es doch so, dass man von der Arbeit nach Hause kommt und dann den Verpflichtungen im Haushalt nachkommt, oder seine Freizeit plant. Heute – dank der Coronakrise – sind Aktivitäten der Freizeit, vor allem wenn diese draußen und / oder im Rahmen von mehreren Personen stattfinden, abgesagt. Doch man sitzt zu Hause und kann demnach das bisschen Haushalt auch nebenbei machen und mit Freund*innen virtuell mal alle Neuigkeiten austauschen. Stopp, den genau das ist der falsche Weg! Klar, ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du mal kurz Pause machst oder deine Mittagspause mit dem Erledigen des Haushaltes verbringst. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn du mit Freund*innen und Familienmitglieder telefonierst oder Video-Chats ausmachst. Doch solltest du deine Arbeitszeit nicht damit ausfüllen.

In der aktuellen Situation tritt zumeist der Fall ein, dass Arbeitnehmer*innen nicht wissen, wie sie ihre tägliche Arbeitszeit mit tatsächlicher Arbeit füllen sollen. So liegt es auf der Hand, dass man zwar online, eingeloggt und erreichbar ist, aber andere Dinge, die nichts mit der eigentlichen Arbeit zu tun haben, erledigt. Man tut doch auch niemandem damit weh, vor allem wenn es niemandem auffällt und du ja sowieso erreichbar bist. Doch denk an die Zeit, wenn der normale Arbeitsalltag wieder einkehrt. Du sitzt wieder im Büro und der gesamte Haushalt kann nur nach dem Arbeitstag erledigt werden. Du wirst dich dann fragen, wann du die Zeit hattest, dass du das alles schaffst und verzweifeln, weil sich deine privaten Erledigungen nicht mehr in der Freizeit ausgehen. Um das zu vermeiden und damit du von der Arbeit nicht abgelenkt wirst,

… hier ein paar Home Office Tipps:

  • To-Do’s: Schreibe dir firmentechnische Aufgaben auf. Am besten auf einen großen Zettel, den du an oder neben deinem Arbeitsplatz platzieren kannst. Schreib auch wiederkehrende Aufgaben auf, damit du die Erledigung von diesen nicht vergisst. Am besten wäre hier ein Wochenplan oder ein Time-Table, je nach zu erledigenden Aufgabenblöcken.
  • Aufgabenliste: Schreibe dir auf, welche Arbeiten du im Büro immer aufgeschoben hast, weil du damalig keine Zeit dafür hattest. Da du jetzt mehr Zeit hast, kannst du auf diese zurückgreifen. Ein paar Beispiele wären: E-Mailkonto aufräumen, Datenspeicherung bereinigen und Ordner aufräumen oder sogar neu strukturieren.
  • Nachfragen: Frage bei Kolleg*innen nach, ob diese Hilfe benötigen. Es kann nämlich sein, dass dein Arbeitsalltag zwar nicht komplett ausgefüllt ist, aber andere Überstunden leisten.
  • Schulungen: Es gibt immer wieder Dinge im Unternehmen, die du vielleicht nicht verstehst, aber schon immer gerne wissen wolltest. Teilweise gibt es auch Programme, die vom Unternehmen verwendet werden, mit dem aber nicht alle Mitarbeiter*innen arbeiten. Wenn du dich also diesbezüglich weiterbilden und dein Wissen aufstocken möchtest, dann frag doch bei deinen Kolleg*innen, die darüber bescheid wissen, nach und lass dich diesbezüglich schulen. So hast du Arbeitszeit verbraucht und etwas Neues gelernt.
  • Rede mit deinen Vorgesetzten: Wenn nun wirklich der Fall eintreten sollte, dass du deine Arbeitsstunden gar nicht füllen kannst, solltest du mit deinem Chef / deiner Chefin darüber reden. Eventuell ist die neu vereinbarte Kurzarbeit für dich das Richtige, oder aber dein/e Arbeitgeber*in hat andere Aufgaben für dich, an die du bisher noch nicht gedacht hast.

Nun zu den Dont’s, auch wenn diese schon teilweise besprochen wurden:

Den Haushalt in der Arbeitszeit zu schmeißen, ist teilweise Ok – zum Beispiel: Wäsche einschalten (nur einschalten, nicht aufhängen, bügeln und zusammenlegen), Müll kurz rausbringen oder andere Kleinigkeiten, die schnell erledigt sind. Es ist aber nicht Ok, den Garten neu zu gestalten, nebenbei staub zu saugen oder den Frühjahrsputz in die Arbeitszeit zu verlegen. Dies ist nämlich nicht der Sinn des Home Office und unfair gegenüber jenen Kolleg*innen, die in der Arbeitszeit auch wirklich arbeiten.

Daher solltest du am besten nicht nur deine Aufgaben für die Arbeit aufschreiben, sondern auch alle Erledigungen, die zu Hause anfallen. Erstens hast du damit alle Tätigkeiten aufgeschrieben, die du machen möchtest und zweitens auch gleich eine Motivation, wenn du eine Aufgabe abhaken kannst. Außerdem solltest du bei jeder Tätigkeit, die du in deiner Arbeitszeit ausüben möchtest, die aber nichts mit deinem eigentlichen Job zu tun hat, überlegen, ob das jetzt sofort sein muss.


Zu viel Energie und zu wenig Freiheiten

Nun zu einem Punkt, der für alle Personen wichtig ist, die sich derzeit im Home Office befinden – egal ob der Arbeitsalltag gut gefüllt mit Arbeit ist oder nicht. Durch das ständige sitzen und Kaffee trinken hat man zu viel Energie und die derzeitige Einschränkung der Freizeitgestaltung machen aus dem einen oder anderen ein Duracell Häschen. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass man sich von Aufgaben des Haushaltes ablenken lässt, weil man so das Gefühl hat, etwas getan zu haben.

Um dem entgegen zu wirken, ist es wichtig ein bisschen körperliche Betätigung in die eigenen vier Wände zu bekommen. Egal ob das nun Yoga, Zumba, Online Sportkurse oder doch die kurze Laufrunde an der frischen Luft ist. Such dir auf alle Fälle etwas, wobei du deine Energie rauslassen kannst – außerdem kannst du so auch an deiner Strandfigur für den Sommer arbeiten. Alleine 20 Minuten täglich steigern nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere geistige Fitness. Wenn du das alleine nicht möchtest oder deinen inneren Schweinehund nur schwer überwinden kannst, dann frag doch mal bei Kolleg*innen nach, ob ihr nicht zusammen eine Fitnessrunde starten wollt. Über diverse Telekommunikationsanbieter ist dies auch per Video Chat möglich und erhellt sicher deinen Arbeitsalltag. Tipp am Rande: Wenn du es schaffst, den Chef / die Chefin mit einzubinden, könnt ihr sogar Challenges mit Belohnungen starten und die Fitness-Einheit vielleicht sogar in die Arbeitszeit legen.

Kochen, das neue Hobby

Eines fällt derzeit richtig auf, wenn man auf den sozialen Netzwerken unterwegs ist: Ein jeder wird zur Küchenfee. Geschlechterunabhängig schwingen immer mehr Personen zu Hause den Kochlöffel und zaubern großartige Menüs. Du solltest dir für deine körperliche und seelische Gesundheit daran ein Beispiel nehmen und auch anfangen zu kochen – wenn du das nicht schon bereits tust. Einfache, schnelle und superleckere Gerichtideen findest du locker im Internet und du lernst automatisch etwas fürs Leben dazu. Außerdem kannst du durch das Kochen Energie abbauen und durch die Tätigkeit wirst du auch bei deiner Arbeit ruhiger und konzentrierter. Bitte achte jedoch darauf, dass du in deiner Mittagspause und nicht in der Arbeitszeit kochst

UNSER FAZIT FÜR DICH

Die derzeitige Situation, dank dem Coronavirus, hat viele Arbeitnehmer*innen in die eigenen vier Wände verbannt. Zu Hause wird gewohnt, gearbeitet und wenn man Mutter oder Vater ist, sogar gelehrt. Da ist es schwierig eine Trennlinie zwischen Privat- und Arbeitsleben zu ziehen. Daher solltest du dir einige Bequemlichkeiten schnell wieder abtrainieren und versuchen einen gewohnten Ablauf, wie auch schon in Zeiten vor COVID19, anzueignen. Strukturiere deinen Tag und mache einen Aufgabenplan. Klare Dont’s sind u.a. die Haushaltsführung in der Arbeitszeit, denn diese gehört zu den Aufgaben nach der Arbeit. Du solltest darauf achten, dass deine körperliche Energie anderweitig aufgebraucht wird und sowohl für deine körperliche, als auch deine geistige Gesundheit mit Fitness beginnen. Außerdem kann Kochen dir dabei helfen, wieder konzentrierter für die Arbeitsaufgaben zu werden.

Auf alle Fälle solltest du immer daran denken, dass der Tag kommt, an dem du wieder ins Büro musst und eine Umstellung von der bequemen Pyjamahose in die Anzugshose ist sicherlich schwieriger als umgekehrt. Das Team von salzburgerjobs.at wünscht dir bis dahin viel Erfolg im Home Office und bleib gesund!

Blogautor: Blogbeitrag von Tamara Schiffer, steirerjobs.at

 

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