Was macht ein*e Controller*in?

Controller*innen begleiten und unterstützen bei wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen, indem sie Soll- mit Ist-Daten vergleichen und weiterführende Schritte setzen. Sie sind informierend und beratend tätig, treffen allerdings selbst keine unternehmerischen Entscheidungen.

Was macht ein*e Controller*in?

Berufsbild Controller*in

In der Hauptsache arbeiten sie mit Daten, konkret mit betriebswirtschaftlichen Kenngrößen. Diese erhalten sie jedenfalls primär von anderen Abteilungen, vor allem von der Buchhaltung und dem Rechnungswesen. Diese Daten analysieren sie und erstellen Auswertungen, in welchen sie Soll- und Ist-Werte einzelner wirtschaftlicher Perioden miteinander vergleichen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit packen sie in Berichte und besprechen diese gemeinsam mit Handlungsempfehlungen für die Zukunft mit der Geschäftsführung beziehungsweise Organisationsleitung.

Das Ziel ihrer Arbeit ist eine Evaluierung der betrieblichen Tätigkeit von Organisationen und in weiterer Folge die Verbesserung von Abläufen, welche letztendlich zu einem besseren wirtschaftlichen Ergebnis der Organisation führen. Controller*innen arbeiten fast alle entweder in mittelgroßen und großen Unternehmen und anderen Organisationen oder aber bei Wirtschaftstreuhändern und Unternehmensberatungen, welche ihre Dienste Dritten anbieten.

Wichtige Voraussetzung in diesem Beruf sind Interesse an und Gespür für Zahlen, Genauigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe, hohe Belastbarkeit, Lernbereitschaft und auch soziale Kompetenzen. Zudem sind seit langem auch gute IT-Kompetenzen unabdingbar. Denn die Daten werden schon seit Jahrzehnten elektronisch, primär mit Excel und SAP, verarbeitet. Außerdem gehören ja auch Grafiken und Präsentationen dieser Daten für die Geschäftsführung oder für Banken erstellt.


Die Aufgaben von Controller*innen

  • Zusammentragen, auswerten und analysieren betrieblicher Daten
  • Soll-Ist-Analysen durchführen
  • Erstellen von Ergebnissen und Verfassen von Berichten
  • Erteilen von Empfehlungen zur Verbesserung von Maßnahmen und Strategien
  • Federführende Gestaltung der Budgets und betrieblicher Prognosen für kommende Geschäftsjahre
  • Zusammenarbeit mit anderen Teilbereichen der Organisation von Buchhaltung und Rechnungswesen über die Produktion bis hin zur Personalabteilung
  • Besonders intensive Zusammenarbeit und Beratungsfunktion für die Unternehmensleitung

Die Ausbildung und Karrierechancen

Als Qualifikation zum Controller*in muss man auf jeden Fall eine fundierte, betriebswirtschaftliche Ausbildung erfolgreich absolvieren, welche entweder bereits Controlling-Inhalte enhält oder mit einer separaten Controlling-Zusatzausbildung beziehungsweise fundierter Praxis-Erfahrung verbunden ist. Grundsätzlich ist dafür eine HAK-Ausbildung als Basis ausreichend. Gerade für Leitungspositionen ist jedoch eine betriebswirtschaftliche Ausbildung auf akademischem Niveau zumindest empfehlenswert. Entsprechende Studien gibt es an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen in fast allen Bundesländern Österreichs. Zudem gibt es auch noch gute Ausbildungen in Form von Kollegs und Lehrgängen an WIFI und BFI.

Die Arbeitsmarktsituation ist für Controller*innen schon seit Jahrzehnten ziemlich konstant, wobei es in jüngerer Vergangenheit eine leicht steigende Nachfrage gibt. Aufstiegsmöglichkeiten führen von der Sachbearbeiter-Ebene zur Abteilungs-Leitung Controlling. Darüber hinaus gibt es einerseits weitere Optionen durch Spezialisierung, wie dem Beteiligungs- oder strategischen Controlling. Anderseits ergeben sich durch die bereichsübergreifende Tätigkeit und den engen Kontakt mit der Geschäftsleitung auch gute Möglichkeiten, in Leitungsfunktionen im gesamten Unternehmen aufzusteigen. Man kann sich auch definitiv selbständig machen, bevorzugt in der Wirtschaftsprüfung oder der Unternehmensberatung. Achtung, manche selbständige Tätigkeiten benötigen zusätzliche Ausbildungen oder Genehmigungen.


Das Gehalt von Controller*innen

Das Durchschnittseinkommen von Controller*innen in Österreich liegt zwischen € 3.300,- und € 3.700,- brutto pro Monat, ihr Einstiegsgehalt laut Kollektivvertrag zwischen € 2.300,- und € 2.600,-. Das Gehalt kann jedoch je nach Ausbildung, Anstellungsart und Branche stark variieren und dabei um einiges höher ausfallen. Natürlich stehet es dem*der Arbeitgeber*in auch frei, je nach Qualifikationen und Berufserfahrung eine Überzahlung zu leisten.

 

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