Bewerbungsfalle Social Media

Instagram, Twitter, Facebook, YouTube & Co. Wer kennt sie nicht? Die sozialen Netzwerke sind kaum mehr wegzudenken und daher großer Bestandteil der heutigen Kommunikation. Wir teilen fast alles mit der Öffentlichkeit, Emotionen, Fotos/Videos, Beiträge, Freunde, Interessen, … Es ist quasi der ehrliche Lebenslauf. Immer mehr greifen Personal Verantwortliche auf die sozialen Netzwerke, um sich nach ihren Mitarbeitern und potenziellen Neulingen im Team zu erkundigen.

Bewerbungsfalle | Social Media

Karrierekiller oder Bewerbungs Ass – Social Media

No Go’s auf Social Media

  • Partybilder sind okay aber achte darauf, dass du darauf nicht im schlimmsten Zustand bist
  • Intime Bilder – überlege es dir genau, ob du auch wirklich willst, dass dein (zukünftiger) Arbeitgeber darauf zugreifen kann
  • Personen beleidigen & öffentliche Diskussionen vermeiden
  • Arrogantes Auftreten

Weniger ist mehr – Der ehrliche Lebenslauf

Die Partyfotos der letzten Nacht, auf denen man mit hochroter Trinkernase oder mit dem Kopf über der Toilettenschüssel hängend zu sehen ist, sollten in den sozialen Netzwerken genauso wenig zu suchen haben wie der Bericht darüber, wen man in letzter Zeit wo kennengelernt hat. Für die Freunde und Bekannten mag das alles witzig und interessant sein, doch es gibt auch andere Leser, die davon Wind kriegen könnten. Profile in den sozialen Netzwerken kann man zwar nur für die Freunde sichtbar machen und sich dann sicher sein, dass sie die einzigen Personen mit Leserecht sind; bei Facebook allerdings reicht es aus, wenn ein Freund einen Beitrag kommentiert, schon haben auch seine Freunde Zugriff darauf – und wer weiß, wer sich unter ihnen befindet. Alles, was in den sozialen Netzwerken auftaucht, sollte daher der Frage standhalten: Wäre es in Ordnung, wenn dieser Inhalt irgendwann zur Sprache kommt, egal vor wem und in wie vielen Jahren? Wenn ja, dann darf man ihn bedenkenlos hochladen und stehen lassen. Andernfalls sollte er lieber entfernt oder gar nicht erst gemacht werden.

Und doch kennen wir es bestimmt alle: Wenn uns jemand interessiert, den wir aber noch nicht kennen und den wir auch nicht direkt fragen wollen oder können, dann sehen wir uns in den sozialen Netzwerken nach ihm um, denn vielleicht hat er ja dort ein Profil, das unsere Fragen beantwortet. Unsere Arbeitgeber machen daher nichts anderes. Sie versuchen mittels der sozialen Netzwerke mehr über uns herauszufinden.


Bewerbungs-Ass – Social Media zum Vorteil nutzen

Deine Profile in den sozialen Netzwerken können nicht nur Karrierekiller sein, sondern du kannst diese auch zu deinem Vorteil nutzen. Man kann sie auch anwenden, um auf sich aufmerksam zu machen, und zwar in einem viel positiveren Sinn. Portale wie zum Beispiel LinkedIn sind typische Plattformen, die für Karriere stehen. Dieses Portal wird sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern genutzt. Du kannst dich mittels teilen oder verfassen von Beiträgen bei potenziellen Arbeitgebern aufmerksam machen und vielleicht unbewusst erste Punkte bei der Bewerbung sammeln. Viele Firmen haben die Möglichkeit, über eine soziale Netzwerkseite direkt in Kontakt mit Einzelpersonen zu treten – und dort kann man sie mit dem Account anschreiben, den sie sehen sollen. Das wird zwar nicht darüber entscheiden, ob man genommen wird oder nicht, doch immerhin haben die Personalchefs dann, was sie wollen: Einen ersten Eindruck des Bewerbers, nach dem sie nicht lange suchen mussten. Vielen Personalchefs reicht das schon und sie sind zufrieden damit, dass dieser Account extra so angelegt wurde. Solange man sich immer noch treu bleibt und lediglich auf schräge Partyfotos oder Berichte der wilden Party von letzter Nacht verzichtet, hat man die Falle bereits umgangen.

Auch umgekehrt können sich Arbeitnehmer das erste Bild eines Unternehmens machen.


LinkedIn – Vorzeige Profil erstellen

Was ist LinkedIn? Für was ist es gut? Brauche ich es?

Wenn du bisher nur deine privaten Profile gepflegt hast und mit Karriere-Plattformen noch nicht viel am Hut hattest, verraten wir dir unsere Zutaten um dein perfektes Vorzeige-Profil zu kreieren.

Doch als Erstes, was ist LinkedIn überhaupt? LinkedIn ist die weltweit bekannteste und am meisten genutzte Social Media Plattform, wenn es um Karriereplanung geht. Egal ob Berufseinsteiger, Arbeitgeber, Selbstständiger oder Führungskraft, bei LinkedIn ist für jeden was dabei. Anders als bei Facebook, Instagram & Co., hilft die kostenfreie Plattform, dir deine berufliche Identität und dein berufliches Netzwerk aufzubauen, zu vergrößern und zu pflegen. Nicht das Privatleben steht hierbei im Vordergrund, sondern Geschäftskontakte, die Unternehmensentwicklung und der berufliche Werdegang.

Digitaler Lebenslauf – Der erste Eindruck zählt!

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Dein Profilfoto soll nicht im Bikini oder von der letzten Partynacht sein, sondern seriös, sympathisch, professionell und ansprechend.

  • Bildausschnitt – Kopf bis Schultern
  • Lächeln und Zähne zeigen
  • Formale Kleidung – Wie du zu einem Vorstellungsgespräch gehen würdest
  • Gutes Licht & Qualität

Die LinkedIn Beschreibung

Die LinkedIn Beschreibung, ist nach dem Foto das Zweite, das auf deinem Profil herausstechend ist. Beschreibe dich mit drei Wörtern und baue diese dann in einen kleinen Vorstellungstext um. Hier kannst du deine Leidenschaft, deine Ziele und deiner Persönlichkeit kurz und kompakt zusammenfassen, um einen positiven ersten Eindruck von dir zu hinterlassen.

Als nächstes folgt dein bisheriger Werdegang

Wichtig ist jetzt, Aufmerksamkeit zu erregen. Präsentiere deine Erfolge und Leistungen. Übertreibe aber nicht und schreibe nur aussagekräftige Informationen in dein Profil, ansonsten wirkst du schnell langweilig. Und nicht vergessen – deine Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfolge solltest du immer up to date halten!

Jetzt geht es um das Finetuning

Wenn das alles erledigt ist, heißt es jetzt am Ball bleiben. Schicke an bekannte Personen Kontaktanfragen und vernetze dich. Du kannst dich auch mit Personen, welche dich inspirieren in Verbindung setzen und diese weiterempfehlen oder auch deren Beiträge teilen. Du kannst dich dann mit deinen Kontakten privat austauschen oder auch Gruppen beitreten, sowie auch selbst welche erstellen.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Social Media kann sowohl Fluch als auch Segen sein. Wer die Plattformen richtig anwendet, kann von ihnen profitieren und durch diese auch die ein oder andere Karriereleiter hochkraxeln. Nicht nur die eher privaten und persönlichen Seiten kannst du zu deinem Vorteil nutzen, sondern auch dementsprechende Karrierebasierende Seiten wie LinkedIn, kannst du für deinen beruflichen Werdegang pflegen.

Aufpassen ist jedoch angesagt, bei Facebook und Co. Werden oftmals zu persönliche, private und unangemessene Postings gemacht, die deinem Image und deiner Karriere negativ schaden können. Deshalb immer zweimal überlegen, bevor gepostet wird. Wenn du dich an unsere Tipps und Tricks hältst, dann steht deiner Karriere jetzt nichts mehr im Wege.

Image by Gerd Altmann from Pixabay

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