Angst um den Job – das sind die Folgen

Die derzeitige Wirtschaftskrise sorgt besonders bei Arbeitnehmern für Angst: was, wenn angesichts der täglichen Hiobsbotschaften und Meldungen über Massenentlassungen auch der eigene Arbeitsplatz in Gefahr ist?

Angst um den Job | Die Folgen

Versetzen Sie sich unter keinen Druck im Job

Viele internationale Studien haben die negativen Konsequenzen, die mit diesem Druck einhergehen, bereits belegt. Nun wurden die Auswirkungen und Folgen solcher Unsicherheiten auch in einer Längsschnitt-Studie der Abteilung für Arbeits-, Organisations- und Medienpsychologie der Johannes-Kepler-Universität Linz (JKU) untersucht. 178 Personen (davon knapp über die Hälfte weiblich) nahmen an der Studie teil, die sich über ein halbes Jahr erstreckte. Die Ergebnisse fanden nun auch Erwähnung im renommierten Magazin „Journal of Occupational Health Psychology“.


Verlieren Sie die Angst um den Arbeitsplatz

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie: die Angst, den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren, geht nicht nur auf Kosten des Wohlbefindens des Arbeitnehmers, sondern schadet langfristig auch dem Unternehmen selbst – schließlich steigt bei den Angestellten auch die Kündigungsbereitschaft, was dazu führen kann, dass Unternehmen oft ihre besten Kräfte abhanden kommen.


WORK INVOLVEMENT - wie wichtig ist Ihnen ihr Job?

Doch dazu muss es nicht zwangsläufig kommen: es gibt durchaus Faktoren, die diese negativen Faktoren von Arbeitsplatzunsicherheit abschwächen können. Hier ist besonders das so genannte Work Involvement zu nennen – Work Involvement misst, wie wichtig einer Person Arbeit ist und zwar in einem ganz allgemeinen Maß und nicht auf den aktuellen Job bezogen. In der Studie hat sich nun gezeigt, dass bei Personen, denen Arbeit generell sehr wichtig ist, die Arbeitsplatzunsicherheit weniger Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat. Es wird davon ausgegangen, dass Personen mit hohem Work Involvement möglicherweise widerstandsfähiger sind, weiters wird spekuliert, dass ein erhöhtes Work Involvement zu einer höheren Stabilität in Krisenzeiten beiträgt.

Die Zeit spielt während einer Angst um den Job eine beachtliche Rolle

Dabei spielt jedoch auch der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle, denn selbst bei Personen mit hohem Work Involvement zeigen sich irgendwann die Folgen der unsicheren Arbeitslage, wenn sie dieser über einen längeren Zeitraum hinweg ausgesetzt waren. Die Intensität der Arbeitsplatzunsicherheit variiert also je nach dem Grad des Wohlbefindens der Studienteilnehmer und des zeitlichen Rahmens der Untersuchung. Zusammenfassend könnte man festhalten, dass die Kündigungsabsicht bei unsicheren Arbeitsverhältnissen steigt – Grund dafür ist das geringere Wohlbefinden, das mit der Arbeitsplatzunsicherheit einhergeht.

Erhöhte Kündigungsbereitschaft in Beziehung zu Ergebnissen der Burnout-Forschung

Forscher setzen den Zusammenhang zwischen geringerem Wohlbefinden und erhöhter Kündigungsbereitschaft auch in Beziehung zu Ergebnissen der Burnout-Forschung. Für Unternehmen ergibt sich aus den Ergebnissen der Studie also, dass es insbesondere in Krisenzeiten von entscheidender Bedeutung ist, das Wohlbefinden der eigenen Mitarbeiter zu fördern, um gute Arbeitskräfte so halten zu können. Ein gutes Betriebsklima und Maßnahmen wie Sozial- und Gesundheitsleistungen sind also wichtige Bausteine, die den negativen Folgen von Arbeitsplatzunsicherheit entgegenwirken.

 

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